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Standortsicherung wird zur Existenzfrage
10.07.2013 10:17 ( 1163 x gelesen )

Der Gewerbeverein Uetikon veranstaltete am 26. Juni einen Informationsabend zum Thema «Sicherer Standort, sichere Zukunft». Rund zwei Dutzend Gewerbevereinsmitglieder, mehrheitlich Handwerker, fanden sich ein im Restaurant Krone in Uetikon.



Für die Gewerbebetriebe des Bezirks Meilen wird die Standortsicherung zunehmend zur Existenzfrage. Werkstätten, Lagerräume und Ladenlokale müssen Wohnbauten weichen, und es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten. Liegen Pläne für Gewerbezentren vor, werden sie von der angrenzenden Wohnbevölkerung und von Umweltverbänden vehement und mit allen Mitteln bekämpft, noch bevor sie bei den zuständigen Behörden eingereicht sind. Dieser Entwicklung will das Gewerbe entgegenwirken. Unter dem Titel «Sicherer Standort, sichere Zukunft» lud der Gewerbeverein Uetikon am 26. Juni seine Mitglieder zu einem Informationsabend ein. «Wenn in einer Gemeinde die Gewerbebetriebe keinen Platz mehr haben und wegziehen müssen, bricht auch ein Teil des Gemeindelebens weg», sagte Alex Ellersiek, Präsident des Bezirksgewerbeverbands und Vorstandsmitglied des kantonalen Gewerbeverbands, einer der Referenten des Abends. Ellersiek gehört zu den Initianten des Projekts LAARZ, «Leben und Arbeiten am rechten Zürichsee», mit dem der Bezirksgewerbeverband die Gemeinden für das Thema Standortsicherung sensibilisieren will. Kantonsrätin Theres Weber hob die Bedeutung der politischen Arbeit hervor. «Im Kantonsrat sind die Verhältnisse leider nicht so komfortabel für das Gewerbe, und die Gegenseite ist bestens organisiert», sagte sie. Deshalb sei es wichtig, dass jeder einzelne Gewerbevertreter sich in seinem Umfeld einsetze und Verbündete suche. Dies könnten Verbände oder Parteien sein, vor allem die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP.

Uetikons Gemeindepräsident Urs Mettler lobte das lokale Gewerbe. Die Gewerbeausstellung «Viva Uetikon 2013» von Ende April habe gezeigt, dass es in Uetikon noch viele aktive Gewerbetreibende gebe. Viel Spielraum für Gewerbezonen bleibt aber auch in Uetikon nicht. Grundsätzlich sei der Gemeinderat offen für die Anliegen des Gewerbes, sagte Mettler. Der Gemeinde seien allerdings in vielen Fällen die Hände gebunden, sie werde vom Kanton zurückgepfiffen. Nicht zuletzt die Kulturlandinitiative blockiert vieles, weil der Kanton noch nicht weiss, wie er sie umsetzen soll und deshalb in vielen Gemeinden vorsorglich grosse Flächen, die für Gewerbezonen vorgesehen waren, aus dem Zonenplan gestrichen hat. Bis ein Entscheid gefällt ist, kann es noch Jahre dauern. Edwin Bamert, Spezialist für Standortbewertungen bei der UBV Immobilien Treuhand AG und Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Uetikon, zeigte auf, dass bei den meisten Gewerbebetrieben heute schon Handlungsbedarf besteht. Auf der sicheren Seite seien nur jene Gewerbetreibenden, die in der eigenen Liegenschaft arbeiten und sich in der richtigen Bauzone befinden, sagte er. Der Gewerbeverein Uetikon ruft deshalb seine Mitglieder auf, ihre Bedürfnisse zu melden, damit die Gewerbeverbandsvertreter die gewerblichen Interessen auf kommunaler und insbesondere auch auf kantonaler Ebene mit möglichst konkreten Forderungen verteidigen können.


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